Luminato X32 für Mehrfamilienhäuser

Wenn Rundfunkanstalten in Mehrfamilienhäuser ziehen

Im letzten Jahrzehnt ist der Anteil von Menschen, die im Rundfunkbereich geboren wurden, im Markt für Mehrfamilienhäuser stetig gestiegen. Demografische Studien des Joint Center for Housing Studies der Harvard University zeigen, dass die Zahl der Menschen im mittleren und späten Berufsleben sowie darüber hinaus stark zugenommen hat und dass das Wohnen in Mehrfamilienhäusern immer beliebter wird, da die Menschen weniger Instandhaltungsaufwand und bessere Annehmlichkeiten wünschen (1). Immer mehr Paare, deren Kinder ausgezogen sind, verkaufen ihre Häuser und ziehen in Wohnungen oder betreute Wohnanlagen. Viele dieser Gebäude gehören genau zu dem Segment der Mehrfamilienhäuser, in dem Glasfaseranbieter derzeit Glasfaseranschlüsse bis in die Keller verlegen.

Dieses Segment ist weder offline noch Streaming-feindlich. Umfragen zur Mediennutzung zeigen, dass die meisten Erwachsenen aller Altersgruppen Streaming-Dienste nutzen; etwa acht von zehn Amerikanern konsumieren Inhalte per Streaming, darunter eine deutliche Mehrheit derjenigen, die schon lange vor dem Internetzeitalter mit dem Fernsehen begonnen haben (2). Weitere Studien zum Fernsehkonsum belegen, dass diejenigen, die mit dem klassischen Fernsehen aufgewachsen sind, auch am ehesten auf das Fernsehen als Nachrichtenquelle zurückgreifen, während jüngere Erwachsene deutlich stärker auf Streaming und digitale Angebote setzen (3).

Diejenigen, die schon als Kinder mit dem Fernsehen aufgewachsen sind und ihre Mediengewohnheiten um Fernsehsender herum aufgebaut haben, nutzen heute zusätzlich Streaming-Dienste. Das klassische lineare Fernsehen gehört für sie nach wie vor zum Alltag. Wenn sie in Mehrfamilienhäuser ziehen, bringen sie dieses Modell mit. In vielen dieser Wohnungen ist der hybride Ansatz bereits heute zu beobachten: Der Hauptbildschirm im Wohnzimmer unterstützt Apps und ist mit verschiedenen Streaming-Diensten verbunden, während die Bildschirme im Schlafzimmer oder in der Küche – sofern eingeschaltet – einfach nur Fernsehen zeigen sollen.

Wenn die Netzwerkplanung des Gebäudes nur die App-Seite berücksichtigt, wird die Verantwortung für eine einfache TV-Nutzung zunächst auf die Bewohner und die Hausverwaltung und anschließend auf die Internetanbieter abgewälzt. Jede Wohnung löst das Problem dann möglicherweise selbst mit improvisierten Kabeln und Geräten. Supportanfragen, die mit „Der Fernseher funktioniert nicht“ beginnen, landen irgendwo zwischen Hausverwaltung und Glasfaser-Helpdesk, selbst wenn die Glasfaserverbindung an sich in Ordnung ist.

Die Alternative besteht nicht darin, das traditionelle Pay-TV neu aufzulegen. Und es geht auch nicht darum, ein neues TV-Produkt speziell für Mehrfamilienhäuser zu entwickeln. In der Praxis könnte ein sendefähiges Mehrfamilienhaus mit Glasfaseranschluss folgendermaßen aussehen: Das Gebäude wird über Glasfaser mit Breitbandinternet versorgt, WLAN und Ethernet stehen für Apps zur Verfügung; die bereits in den Wänden verlegten Koaxialkabel werden weiterverwendet; im Technikraum wandelt eine kompakte Plattform eine kleine Anzahl von IP-Streams in digitale Sendekanäle um und speist diese in die Koaxialkabel ein; der Anbieter bietet ein Basisprogramm an: lokale Sender und einige nationale Kanäle – nicht mehr, es sei denn, es gibt einen triftigen wirtschaftlichen Grund dafür.

Bewohner, die ausschließlich Apps nutzen, können die herkömmliche Fernsehübertragung ignorieren. Bewohner, die mit dem herkömmlichen Fernsehen aufgewachsen sind, haben eine vertraute und unkomplizierte Möglichkeit, fernzusehen. Das Hauspersonal kann die Frage „Funktioniert der Fernseher hier?“ einfach beantworten, ohne sich mit persönlichen Anmeldedaten und HDMI-Eingängen auseinandersetzen zu müssen. Ist dies das richtige Modell für jedes Mehrfamilienhaus? Wahrscheinlich nicht.

Der entscheidende Punkt ist, dass der Markt für Mehrfamilienhäuser nicht überall gleich ist. Die Mischung aus traditionell fernsehenden und mobilen Nutzern variiert von Gebäude zu Gebäude. Doch mit der Veränderung dieser Mischung werden einige Mehrfamilienhäuser naturgemäß fernsehfreundlicher, selbst wenn Streaming weiterhin weit verbreitet ist. Eine zusätzliche Fernsehübertragung über Koaxialkabel ist keine nostalgische Erinnerung. Sie ist vielmehr die Anerkennung, dass die einziehenden Bewohner hybride Fernsehgewohnheiten haben und dass das Gebäude selbst beide Seiten dieser hybriden Nutzung unauffällig unterstützen kann, ohne jemanden zur Entscheidung zu zwingen.

Genau hier liegt das Potenzial einer simplen App + Broadcast-Strategie, die dafür sorgt, dass sich jeder Bewohner eines mit Glasfaser ausgestatteten Gebäudes wie zu Hause fühlt – ganz gleich, in welchem ​​Jahrzehnt er das Fernsehen zum ersten Mal gelernt hat.

(1) Joint Center for Housing Studies der Harvard University. (2023). Wohnen in Amerika für ältere Erwachsene 2023. Harvard University.
(2) Pew Research Center. (1. Juli 2025). 83 % der Erwachsenen in den USA nutzen Streaming-Dienste, weitaus weniger haben ein Kabel- oder Satellitenfernseh-Abonnement.
(3) Pew Research Center. (2025, 20. November). Was meinen Amerikaner, wenn sie sagen, sie beziehen ihre Nachrichten aus dem Fernsehen?

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