Die Herausforderungen der Videobereitstellung bei der Umstellung auf eine verteilte Zugriffsarchitektur:

Die Umstellung auf verteilten Zugriff: Die Herausforderungen der Videobereitstellung

Die Anga 2018 hat uns viel zu tun gegeben. Neben praktischen Vorbereitungen wollten wir auch Material für Betreiber erstellen, die einen Quantensprung machen und auf verteilte Zugangsarchitekturen umsteigen möchten. Unser Ziel war es, die Frage zu beantworten: Wie können Kabelfernsehbetreiber kostengünstig auf verteilte Zugangsarchitekturen umsteigen, während sie während (und vielleicht sogar nach) der Umstellung weiterhin alte Legacy-Systeme betreiben müssen? Die Frage ist komplex und eine umfassende Antwort würde ein ganzes Buch erfordern. Daher haben wir beschlossen, die Frage in mehreren Whitepapers zu beantworten. Der gerade veröffentlichte Teil 1 befasst sich mit der Videoübertragung, wenn das Ziel ein Remote-PHY-basiertes Netzwerk ist.

Ich empfehle zwar, das gesamte Whitepaper zu lesen, aber manche von Ihnen werden sich vielleicht lieber gleich auf das Steak stürzen, anstatt ein komplettes Abendessen zu bestellen; Fleischliebhaber, los geht’s. Diese zehn Punkte decken einige unserer Erkenntnisse ab, und ihre detaillierte Begründung wird im Whitepaper beschrieben, das über folgende Adresse abgerufen werden kann: dieser Link.

  1. Die Grenze zwischen Datenübertragung und Fernsehübertragung verschwimmt. Erfolgreiche Remote-PHY-Rollouts erfordern, dass sich mehrere Teams – die zuvor ihre „eigenen“ Geräte betrieben – verstehen, wenn neue Plattformen gemeinsam genutzt werden.
  2. Sofern die Sanierungsprojekte nicht sorgfältig geplant werden, kommt es während der Übergangszeit zu langen Versorgungsunterbrechungen für die Verbraucher.
  3. Wenn ein CCAP Core und ein Remote PHY für die lineare Fernsehübertragung verwendet werden, könnten Software- und Konfigurationsupgrades lineare Fernsehexperten überraschen, die nichtlineares Verhalten während Upgrades nicht mögen. Eine einfache, aber nicht unbedingt bevorzugte Möglichkeit, das beschriebene Problem zu lösen, ist die Verwendung eines RF-Overlays.
  4. Wenn der CCAP Core für die L2TP-Kapselung von linearem Fernsehen verwendet wird und das CCAP Core-Lizenzmodell auf der von den Abonnenten verbrauchten Bandbreite basiert, kann die Übertragung von linearem Fernsehen teuer werden.
  5. Ein praktischer Ansatz wäre, den CCAP-Kern zu umgehen und Video-Headends in Video-Engines oder Video-Hilfskerne umzuwandeln. Dieser Ansatz strukturiert das Systemmanagement, erfordert aber Integrationsarbeit. Die Integrationsarbeit kann sich jedoch auszahlen, da nun zwei separate Teams ihre „eigenen“ Lösungen völlig unabhängig voneinander verwalten können.
  6. Finanzielle Vorteile können den Ansatz „Teile und herrsche“ rechtfertigen, bei dem DOCSIS-Kerne in Massenware umgewandelt werden und ein separater Hauptkern existiert.
  7. Das herkömmliche RF-Overlay gilt zwar als altmodisch, stellt jedoch eine kostengünstige und robuste Alternative zur linearen Fernsehübertragung dar.
  8. Das Erstellen und Verwalten von PSI/SI-Tabellen stellt eine zentrale Herausforderung dar, wenn Remote-PHY-Geräte vorhandene Edge-QAM-Plattformen ersetzen.
  9. Das Multicasting von L2TP-gekapseltem Videoverkehr erfordert besondere Aufmerksamkeit.
  10. Wenn Betreiber die Videobereitstellung über verteilte Architekturen in Betracht ziehen, hilft ein Vergleich zumindest der folgenden Eigenschaften bei der Entscheidungsfindung: Kosteneffizienz, Platzersparnis in der Kopfstelle, Migration auf vollständiges IP, Support für analoges Fernsehen, einfache Integration und Robustheit des linearen Fernsehdienstes.

Bitte lesen Sie das Whitepaper, wenn Sie die detaillierten Gründe für diese Punkte erfahren möchten, oder schließen Sie sich dem ANGA COM 2018-Konferenz am Mittwoch, den 13. Juni, wo Sie an der Technologiediskussion „DOCSIS® 3.1 – neue Netzwerkoptionen“ teilnehmen können, bei der ich in meinem Vortrag „Die Herausforderungen der Videobereitstellung in einer verteilten Architektur“ verschiedene Erkenntnisse präsentieren werde. Die Diskussion findet von 4:45 bis 6:00 Uhr in Raum 2 statt. Bis bald!

Arttu Purmonen

Arttu Purmonen

ich bin beigetreten Teleste im Jahr 1997 und entwickelte Videoverarbeitungs- und Datenübertragungsprodukte. Ich habe als Ingenieur, Projektmanager, Produktmanager und Geschäftsführer gearbeitet, aber das Verständnis der Kundenperspektive hat mich immer motiviert. Es brachte mich dazu, für das System- und technische Marketing verantwortlich zu sein, wo meine interne treibende Kraft und meine frühere Erfahrung zusammenspielen können. Sehen LinkedIn-Account.

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