Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Wichtige Erkenntnisse von der InnoTrans 2022
Die Zukunft der Mobilität war auf der InnoTrans in diesem Jahr in aller Munde. Nach vier langen Jahren des Wartens kamen rund 140,000 Besucher aus über 131 Ländern und 2,834 Aussteller aus 56 Ländern zur Weltleitmesse für Verkehrstechnik. Die Messe gab einen Einblick in das, was morgen auf der Schiene und der Straße unterwegs sein wird und bot eine inspirierende Plattform, um die gesamte Produkt- und Leistungsvielfalt der Mobilitätsbranche zu erkunden. Doch was hatte sich seit dem letzten Mal eigentlich geändert und was war neu?
Mobilität wird smart
Bei dem Vergleich von InnoTrans 2022 zu InnoTrans 2018 wurde deutlich, dass die Lösungen, die in diesem Jahr vorgestellt wurden, um Längen intelligenter sind als jene, die uns beim letzten Mal begeistert haben. Tür-zu-Tür-Mobilität, personalisierte Dienste, intelligente Apps und Dienste für Menschen mit Behinderungen sind heute nicht nur eine visionäre Idee oder Prototypen, sondern in vielen Fällen echte Produkte, die es den Betreibern öffentlicher Verkehrsmittel ermöglichen, allen Fahrgästen ein nahtloses Reiseerlebnis zu bieten.
Smart Mobility bedeutet für mich auch Höherer Integrationsgrad. Es hat einen enormen Wandel von separaten Softwarelösungen oder Inseln hin zu integrierten Transportökosystemen gegeben. Wenn es beispielsweise um Bordlösungen für Züge geht, kann man kaum noch über einzelne Lösungen sprechen, ohne auch verschiedene Ebenen von Zug-Boden- und Streckenlösungen in die Diskussion einzubringen. Züge sind keine „Inseln, die sich bewegen“, sondern sie sind in Echtzeit mit größeren Transportsystemen verbunden, um Daten zwischen Fahrzeugen, Bahnhöfen und Kontrollzentren auszutauschen.
Software ermöglicht reibungsloses Reisen
In der Eisenbahnindustrie spielen Softwarelösungen eine entscheidende Rolle darüber, wie die Fahrgäste die Dienste erreichen können, die ihnen die Verkehrsunternehmen anbieten. Software ist im Spiel, wenn alles reibungslos läuft, Züge pünktlich sind und den Fahrgästen an Bahnhöfen, Bahnsteigen und Haltestellen sowie in fahrenden Zügen genaue Fahrgastinformationen bereitgestellt werden. Software spielt auch dann eine Rolle, wenn etwas schief geht, beispielsweise bei Betriebsstörungen oder Schneestürmen. In solchen Fällen müssen sich die Fahrgäste darauf verlassen können, dass sie auf jedem Schritt ihrer Reise geleitet werden – in die richtige Richtung, zum richtigen Bahnsteig und zum richtigen Fahrzeug und zur richtigen Zeit. Dabei sollte Ihre Software Sie in Echtzeit unterstützen.
Sicherheit bringt Passagiere zurück
Während der InnoTrans war ich täglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Berlin unterwegs und war froh zu sehen, wie die Menschen nach den Pandemiejahren wieder den Weg zum öffentlichen Nahverkehr gefunden haben. Während öffentliche Verkehrsmittel eine sehr bequeme Möglichkeit bieten, sich in Großstädten wie Berlin problemlos fortzubewegen, Sicherheit ist ein weiterer wichtiger Aspekt die gewährleistet werden muss, um hohe Fahrgastzahlen zu erreichen. Neben herkömmlichen Videosicherheitslösungen besteht ein wachsender Bedarf an integrierten Mobilitätslösungen, die Kontrollzentren Echtzeitzugriff auf Live-Videos von Mobilgeräten bieten können. Und egal, ob es um feste Betriebsumgebungen oder Mobilitätslösungen geht, es ist klar, dass Cybersicherheit immer ein wesentlicher Bestandteil der Diskussion ist!
Die Mobilität der Zukunft zu gestalten ist unser gemeinsames Ziel
Der beste Teil der InnoTrans waren natürlich all die Treffen und interessanten Diskussionen, die ich mit so vielen Menschen aus verschiedenen Unternehmen und Positionen innerhalb der öffentlichen Verkehrsbranche hatte. Es war mir eine große Freude, so viele Kunden und Partner aus der ganzen Welt kennenzulernen – nicht zu vergessen meine lieben Kollegen! Für einige von Ihnen war dies unser erstes persönliches Treffen seit zwei Jahren – auch wenn es sich anfühlte, als hätten wir uns vor ein paar Wochen oder Monaten gesehen.
Sie alle wissen sicher, dass das Leben manchmal Überraschungen bereithält und dass es Momente gibt, an die man sich für immer erinnern wird. Einen dieser Momente erlebte ich auf der InnoTrans an meinem letzten Messetag. Ein Besucher kam an unseren Stand, und ich fragte ihn, ob ich ihm bei etwas helfen könne. Er sagte mir, dass er mehr Informationen über Fahrgastinformationslösungen suche und ob ich ihm das Angebot von Teleste vorstellen könne. Nach einem kurzen Gespräch über unsere Rolle in der öffentlichen Verkehrsbranche bedankte er sich und gab mir seine Visitenkarte mit den Worten, er sei von der ukrainischen Eisenbahn und suche nach Lösungen für den Wiederaufbau seines Landes - nicht für heute, sondern für die Zukunft. Ich sagte, wenn es irgendetwas gäbe, bei dem wir helfen könnten, wären wir hier, um unsere Support anzubieten. Er schaute weg und es gab einen langen stillen Moment. Dann bedankte er sich bei mir und sagte, dass er die Support Finnlands für die Ukraine sehr zu schätzen weiß, und ging wieder. Ich atmete tief durch und dachte an ihn und an all die Aufbauarbeit, die vor uns liegt, um die Zukunft der Mobilität in der Ukraine zu gestalten. Ich hoffe, dass sich unsere Wege eines Tages wieder kreuzen werden.
Pirkko Korpi
Pirkko Korpi
Ich bin Director of Marketing and Business Development für den Geschäftsbereich "Video Security and Information" bei Teleste. Ich habe eine Leidenschaft für die kontinuierliche Verbesserung von Geschäftsprozessen und die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. Siehe auch mein LinkedIn-Account .